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Pneumatische Schwenkantriebe
Anwendungen: Pneumatische Schwenkantriebe dienen zur automatischen Betätigung von Armaturen, die mit
verstellbaren Querschnittsverengungen einen Stoffstrom drosseln, absperren oder umleiten. Alle Antriebe der Edition
2010 (4. Generation Upgrade) sind bedienerfreundlich durch extern einstellbare Endanschläge für die AUF- und ZU-
Stellung, mit voller Entlastung des Zahneingriffs in den Endlagen. Damit werden die Aufbautoleranzen zur Armatur
ausgeglichen und eine Feinjustierung der Endlagen von -5° bis +15° und +75° bis +95°ermöglicht.

Die dreifache Lagerung des Kolbens garantiert ein konstantes Drehmoment auch bei hoher Belastung. Neben der
gebräuchlichen, äußeren Führung wird bei der inneren Führung die auftretende Querkraft über die integrierte
Stützschulter im Kolben aufgefangen.
Die Ritzelwelle wird präzise in zwei Hochtemperaturlagerbuchsen reibungsarm und verschleißfrei geführt.
Durch die formschlüssige Führung in den Schultern des Kolbens ist die Welle antiblowout gesichert und entspricht
selbst nach Ausfall des Sicherungsrings den verschärften US-Bestimmungen für die Produkthaftung.

Die Oberfläche der Welle ist chemisch vernickelt mit einer Schichtstärke von 25-30 µm (E-Version -> Edelstahl).

Die Lagerbuchsen sind wärmebeständig bis 155°C und ausblassicher montiert.

Wartungsfreundlich sind die vorgespannten Sicherheitsfedern, die sich gefahrlos leicht aus- und einbauen lassen. Der
AT-Antrieb kann dadurch schnell an die Betriebsgegebenheiten mit dem benötigten Luftdruck angepaßt werden. Sehr
einfach ist auch der Umbau eines doppeltwirkenden Antiebs zu einem einfachwirkenden, da lediglich die zusätzlichen
Federn benötigt werden und dadurch Ihre Lagerhaltung auf ein Minimum reduziert wird.

Silikonfrei:
Alle Antriebe entsprechen den Vorschriften der Automobilindustrie: silikonfrei.

Serienprüfung:
Jeder Antrieb wird auf Dichtigkeit, Drehmoment und Schaltwinkel geprüft und erhält eine fortlaufende Seriennummer
nach ISO 9001.

Qualtätssicherung:
Das Werk erhielt die höchste internationale Zertifizierung nach ISO 9001 von Lloyd's Register of Shipment.
DR 10 -> 14,4Nm bei 6bar; SC 10 -> 9,4Nm bei 6bar
DR10000 -> 10.007Nm bei 6bar; SC10000 -> 5.940Nm bei 6bar
Frontansicht DR/SC220, Schnittstellen nach DIN EN 15714
Rückansicht DR/SC220, Schnittstellen nach DIN EN 15714
Das Prinzip
Die doppeltwirkenden Antriebe - Typ DR
Wird der Anschluss '2' mit Luftdruck versorgt und Anschluss '4' entlüftet,
so bewirkt dies eine Bewegung der beiden Kolben in ihre Endpositionen
und eine Drehbewegung der Wellen (eine Drehung der Welle in die
entgegengesetzte Richtung ist durch einen Tausch der Kolben möglich).
Wird der Anschluss '4' mit Druckluft versorgt und der Anschluss '2' entlüftet, so bewegen sich die Kolben in die
Mittelstellung. Dies hat ebenfalls eine Drehbewegung der Welle zur Folge (eine Drehung der Welle in die
entgegengesetzte Richtung ist durch einen Tausch der Kolben möglich).
Bei der Momentenübertragung eines Antriebs mit Zahnstange und
Ritzelwelle errechnet sich das wirksame Drehmoment durch
Multiplikation der Kolbenkraft (über den gegebenen Druck) mit dem
Wälzkreisradius der Welle (Hebel oder Arm, s.u.) abzüglich der
Reibungsverluste (Wirkungsgrad). Der Vorteil einer solchen
Bauweise liegt in der konstanten (linearen)
Drehmomentübertragung in Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigerrichtung.
Die einfachwirkenden Antriebe - Typ SC
Wird der Anschluss '2' mit Luftdruck versorgt und Anschluss '4'
entlüftet, so bewirkt dies eine Bewegung der beiden Kolben in ihre
Endpositionen, eine Komprimierung der Federpakete und eine
Drehbewegung der Wellen (eine Drehung der Welle in die
entgegengesetzte Richtung ist durch einen Tausch der Kolben möglich).
Durch die Federrückstellkraft ist ein sicheres Schließen des angeschlossenen Ventils auch bei Luft- oder Stromausfall
gewährleistet.
Das wirksame Drehmoment der federrückstellenden Antriebe wird über die Kraft der Luft bzw. der Federpakete definiert.
Berechnet wird das Wirkdrehmoment durch Multiplikation der wirkenden Luftkraft bzw. Federkraft, auf die Kolben, mit
dem entsprechenden Hebelarm. Es werden zwei Fälle unterschieden.
Funktionsprinzip doppeltwirkender Antriebe
Funktionsprinzip einfachwirkender Antriebe
Erster Fall:
Das Drehmoment wird über den Luftdruck am Anschluss '2' unter
Komprimierung der Federpakete erzeugt, dies wird als 'Luftdrehmoment'
bezeichnet. In diesem Fall erzwingt die Luft eine Bewegung der Kolben, die
einer Drehung der Welle von 0° - 90° entsprechen.
Vorgegeben durch die Druckfedern unterliegt der Drehmoment- verlauf der in diesem Bereich nahezu linearen
Federkennlinie. Somit wirkt zu Beginn (0°) das größte und zum Ende (90°) das kleinste Moment.
Zweiter Fall:
Das Drehmoment wird über die Wirkung der Rückstellkraft der Federpakete auf
den Kolben erzeugt (wenn kein Luftdruck mehr ansteht). Dies wird als
'Federmoment' bezeichnet. In diesem Fall liegt das größte Drehmoment bei
90° und das kleinste bei 0° an. Der Verlauf richtet sich nach der
Federkennlinie.
Die AT-Antriebe wurden entsprechend der beiden oben beschriebenen Fälle so optimiert, das sie ein gleichmäßiges
Drehmoment erzielen, wenn die Federpaketanzahl auf beiden Seiten mit dem Luftdruck in [bar] übereinstimmt (4bar <->
4 Federn auf jeder Seite).
Für bestimmte Anwendungen ist es generell aber möglich ein ungleichmäßiges Drehmoment zu erzeugen. Dazu muß nur
die Anzahl der verwendeten Federpakete je Seite zum anliegenden Luftdruck verschieden sein (z.B. 6 Federn bei 5,5bar
oder umgekehrt).
Bei einer Federrückstellung der Antriebe können zwei Ausführungen angeboten werden: sicherheitsschließend oder
sicherheitsöffnend.
Prinzip der Drehmomentberechnung bei einfachwirkenden Antrieben
Drehmomentverlauf 'AUF' bei einfachwirkenden Antrieben
Prinzip der Drehmomentberechnung bei einfachwirkenden Antrieben
Drehmomentverlauf 'ZU' bei einfachwirkenden Antrieben
Prinzipzeichnung Drehmomentberechnung
Drehmomentverlauf für einen doppeltwirkenden Antrieb